Wohnungssuche

Liebe Mitstreiter*innen,

ein Palästinenser, der seit Anbeginn in der WUK Rodenbeker Str. lebt, wendet sich mit einem Brief an uns, die Lotsengruppe. Als Christ leidet er unter zunehmenden Anfeindungen in dieser WUK. Ich leite mit Zustimmung der Lotsen  Auszüge aus seinem ergreifenden Brief an euch weiter in der Hoffnung, dass eines seiner Probleme gelöst werden kann. Wenn jemand von euch ihm helfen kann, schreibe er bitte nicht an mich oder <Freundeskreis-Bergstedt <info@freundeskreis-bergstedt.de>,  sondern an  Jeremy, der ihn betreut. <Jeremy Haywood <jeremyhay@gmx.de>

„…ich habe ein unmittelbares persönliches Problem und würde mich sehr über Hilfe bei der Lösung freuen.

Ich bin seit fast 5 Jahren in Deutschland.

Als Palästinenser habe ich keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsgenehmigung.

Ich erhalte halbjährlich eine Duldung.

Ich teile ein kleines Zimmer (12 m²) mit einem anderen Mann in der Rodenbekerstr.

und es gibt häufige Änderungen.

Ich habe den B1 Deutschkurs nach 4 Monaten bestanden. Ich spreche jetzt vernünftiges Deutsch.

Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich von vielen Menschen in den Gebieten Ohlstedt / Bergedorf erhalten habe – und von der Bundesregierung und der Freien und Hansa Stadt Hamburg.

Es war ein Glück, dass ich in diesem Bereich zugeordnet wurde ..

Seit 2018 arbeite ich in einem Fastfood-Restaurant in Veddel (Burger King).

(Mit mehr Stabilität in meinem Leben bin ich sicher, dass ich einen viel besseren Job bekommen könnte).

Mein Asylantrag wurde abgelehnt und ich erhielt 30 Tage Zeit, das Land zu verlassen.

Ich habe Berufung eingelegt und beantrage derzeit bei der Bürgerschaft die Aufenthaltserlaubnis.

Im Libanon arbeitete ich 16 Jahre lang in der Autovermietung – aber Probleme aufgrund von Sektierertum (ich bin Christ) machten das Leben dort gefährlich und unerträglich.

Es gibt jetzt wieder eine bürgerkriegsähnliche Situation im Libanon.

Die Hilfe, die ich suche, ist, eine kleine und billige Wohnung für mich zu finden, damit ich wenigstens ein bisschen besser und in einer entspannteren Umgebung leben kann.

Ich habe ein Problem in der Rodenbekerstr., darin sind die meisten Muslime.

Aufgrund dessen gibt es eine gewisse Diskriminierung und Unannehmlichkeit gegen mich.

Ich weiß, dass es in Hamburg kaum Wohnungen gibt.

Ich habe einen großen Nachteil, da mir SAGA etc. nicht weiterhilft, da ich keinen Aufenthaltstitel habe. – nur „Duldung“.

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

(Übrigens. Andere Leute sagen, dass ich ausnahmsweise „ordentlich“ und leise bin – also wäre ich ein guter Mieter).

Herzlich

Regina

Herzliche Grüße

vom Freundeskreis Asyl und Wohnen in Bergstedt e.V.

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